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Das Gebiet um den Ahlbecker See war schon viele Jahrhunderte vor seiner
ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1491 mit Menschen besiedelt. In
dieser Zeit lebten in Ahlbeck vor allem Bauern, Fischer und Forstarbeiter,
die im Dienste der fürstlichen Beamten (Amtshauptmänner) des Amtes
Ueckermünde standen. Seit 1493 gehörte Ahlbeck zum Herzogtum Pommern und
fiel nach dem Westfälischen Frieden im Jahre 1648 in schwedischen Besitz.
In dem waldreichen Gebiet um den Ahlbecker See lebten Kohlen- und
Teerschweler in einfachen Hütten. Um 1450 wird erstmals die Ahlbecker Kirche erwähnt, die nach den Zerstörungen des 30jährigen Krieges neu erbaut wurde. Die Fachwerkkirche in Ahlbeck, wie sie auch heute noch erscheint, wurde 1754 erbaut. Mit der übernahme des Gebietes in preußischer Verwaltung im Jahre 1719
stieg die Zahl der Teeröfen in der Ueckermünder Heide und es begann die
Zeit der Kolonisierung. Im Jahre 1865 hatte Ahlbeck 614 Einwohner.Es entwickelte sich neben
den Bauernhöfen, Büdnerstellen und Fischern holzverarbeitende Gewerke,
Händler und die Leinweberei. Die Ahlbecker Kirche war eine Tochterkirche
von Rieth und später von Luckow. Erst 1862 hatte Ahlbeck eine Mutterkirche
mit eigenem Pfarramt. Um die letzte Jahrhundertwende wurde in der Siedlung Ludwigshof eine
Fabrik erbaut, in der man aus Faulschlamm Ammoniak herstellte. Das
Unternehmen ging wegen Unrentabilität bald ein. Durch die Ausbaggerung des
Seeschlicks für die Fabrik entstand der Ludwigshofer See. Im Februar 1894
wurde aufgrund der wachsenden Kinderzahl in Ahlbeck das zweite
Schulgebäude eingeweiht. 1912 vereinigten sich Vorsee und Ludwigshof mit
Ahlbeck zu einer Gemeinde. |