Die Kirche

Fachwerkkirche zu Ahlbeck (Mater, Pfarrkirche)
Kirchenansicht Erstmalig erwähnt wird eine Kirche in Ahlbeck um 1450. Sicher ist, dass diese Kirche im 30-jährigen Krieg abgebrannt ist. 1754 wurde das jetzige Kirchgebäude errichtet. Die Fachwerkkirche besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff mit einem schlan-ken Barockturm mit offener Laterne. Der Turm ist 31m hoch. Der Innenraum ist ent-sprechend den Lebensverhältnissen bescheiden gestaltet. Spätbarocke Elemente finden sich in den Drechselarbeiten des prächtigen Kanzelaltars, der Emporenführung und der angedeuteten Säulenkapitelle. Innenansicht Der Kanzelaltar wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet - aus dem 18. Jahrhundert stammen auch die Emporen und das Orgelprospekt. Im Glockenstuhl befinden sich zwei Glocken: Eine Bronzeglocke von 1867, gegossen in der Glockenfirma Voss und Sohn aus Stettin mit einem Gewicht von 258 kg. Die zweite Glocke wurde im Oktober l998 aus Bronze in Heilbronn durch die Glockengießerei Bachert gegossen. Sie wiegt 270 kg und wurde am 19.12.1998 feierlich geweiht. Die Inschrift lautet: "Kommt und lasst uns anbeten." Bereits 1913 erfolgten umfangreiche Turmsanierungsarbeiten, verbunden mit dem Einbau einer Kirchturmuhr. 1964/65 konnte der Innenraum renoviert werden. Die sehr schadhafte Innenmalerei wurde komplett übergemalt. Bei der Turmsanierung 1982 erhielt der Turmhelm eine neue Kupferabdeckung. Unmittelbare Folge der Nei-gung von 0,45 % - dies entspricht 27 cm an der Turmsspitze - war die Stilllegung des Geläutes seit Mitte 1995. Es durfte nach Sperrung durch Statiker keine Glocke mehr geläutet werden. Wichtige tragende Hölzer haben sich im Laufe der Jahrhunderte durch Feuchtigkeit und Holzschädlinge zersetzt. Aussenansicht Vorsichtige Schätzungen der Statiker und Holzschutzgutachter gingen von 700.000 € aus. Durch das Land Mecklenburg- Vorpommern, das Landesamt für Denkmalspflege, die Ev. Kirchengemeinde sowie die Kommune Ahlbeck wurden zunächst 140.000 € bereitgestellt. Am 27.10.1997 wurde die 7,4 t schwere Kirchturmspitze abgehoben. Die Spitze hat eine Höhe von 16m und ist damit genau so hoch wie der gesamte Fachwerkbau. Am 10. 12.1997 wurde die Spitze wieder aufgesetzt. 1998 konnte der Turm dann wieder der Gemeinde zugänglich gemacht werden. Jetzt bereitete sich die Kirchengemeinde auf die Sanierung des Kirchenschiffs vor. Sanierung Die Jahre 2000 und 2001 standen ganz im Zeichen der Kirchenschiffsanierung. Das Gefache der Seitenwände wurde entnommen, die Pfosten und Stile neu eingezogen. Nach Ausmauern und Verputzen wurde dann zum Ausgang des Sommers die Fas-sadenfarbe festgelegt. Die Kirchturmuhr wurde generalüberholt. Zunächst wurden alte Farbschichten freigelegt. In Anlehnung daran wurde neu ausgemalt. Wurde das Innere der Kirche bislang durch einen alten Heizluftofen erwärmt, konnte nun eine Bankheizung eingebaut werden. Ab Februar 2001 war ein Restaurator aus Stralsund in der Kirche tätig. Er gab der Orgel, der Empore und dem Altar die Farbe. Orgel Am 29.04.2001 erfolgte die feierliche Wiedereinweihung der Ahlbecker Fachwerkkir-che. Anfang Februar 2005 war es dann so weit. Die Sanierung unserer historischen und denkmalgeschützten Orgel durch die Firma Sauer in Müllrose konnte begonnen wer-den. Bei der Orgel handelt es sich um die einzige noch weitgehend im Originalzustand erhaltene Orgel des bekannten Orgelbauer August Wilhelm Grüneberg aus Stettin. Sie wurde im Jahre 1832 erbaut. Das Orgelgehäuse ist in der für diese Zeit typischen Rahmen/Füllungbauweise gefertigt. Der Spieltisch ist mittig und durch zwei Flügeltüren verschließbar. Die Balganlage befindet sich hinter der Orgel und versorgt die Orgel durch zwei übereinander liegende Keilbälge mit Wind. Das 2004 in einem Stettiner Archiv aufgefundene Abnahme-Gutachten belegt, dass an der Planung, Herstellung und Abnahme des Instrumentes namhafte Musiker des 18. Jh. mitgewirkt haben. In dem Archiv konnte auch der Vertrag zwischen Kirchen- gemeinde und August Wilhelm Grüneberg aufgefunden werden. Inschrift Neben anderen Do-kumenten zur Baugeschichte finden sich auch Kopie hiervon in einer kleinen Ausstel-lung im Kircheninneren. Bei der Zerlegung der Orgel fand die Restaurationsfirma eine Inschrift des Orgelbau-ers, das zweifelsfrei beweist, dass es sich um eine Grüneberg-Orgel aus dem Jahre 1832 handelt. Bei der feierlichen Wiedereinweihung am 20. und 21. August war auch der Ururenkel des Orgelbauers, Burkhard Grüneberg, anwesend.
An dieser Stelle sei allen auf das herzlichste für ihre Arbeit an der Kirche und für die vielen großen und kleinen Geldspenden gedankt.
Glocke
Ein ganz besonderer Dank gilt der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Uecker-Randow. Durch ihre Unterstützung wurde die Sanierung der Orgel letztlich möglich. Eine CD-Aufnahme der wertvollen Orgel kann gegen eine Schutzgebühr im Pfarramt erworben werden. Bei der Glocke auf dem Kirchhof handelt es sich um die Stahlglocke. Sie wurde 1928 anstelle ursprünglichen Bronzeglocke in das Geläut eingebracht. Die Bronzeglocke wurde im 1. Weltkrieg für die Herstellung von Granaten eingeschmolzen. Ihre In-schrift lautet: "Geopfert für Deutschlands Wehr, wiedererstanden zu Gottes Ehr". Nach der Turmsanierung durfte die Gussglocke nicht mehr genutzt werden, da sie erhebliche Gussfehler und Korrosionsschäden im oberen Drittel aufwies.



Damit wir auch weiterhin unsere Gebäude erhalten und die notwendigen Wartungen an der Orgel ausgeführt werden können, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet.
Ein "Danke" für Ihre Unterstützung!


Spendenkonto:
Konto-Nr.: 3240002310
BLZ: 15050400 (Sparkasse Uecker-Randow)
Kontoinhaber: Kirchengemeinde Ahlbeck

Bitte geben Sie als Verwendungszweck "Gebäudeerhalt" an. Sollten Sie eine Spen- denquittung benötigen, wenden Sie sich bitte ans Pfarramt.

Das Kirchengebäude ist im Sommer von 10 bis 17.00 Uhr für Besichtigungen geöff-net. Auf Nachfrage bieten wir Führungen an.



Ev. Kirchengemeinden Ahlbeck und Hintersee
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Das Pfarramt Ahlbeck, Dorfstraße 8, 17375 Ahlbeck
Tel. 039775/20213 - Fax 039775/26730 - e-mail ahlbeck@kirchenkreis-pasewalk.de

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Herzlichst Ihr Kai Becker